Dufterinnerungen lesen

Es ist schon ein Weilchen her…….. und sicherlich ist es ratsam, wenn ich hier ein wenig weiter aushole, damit die Schilderung meiner „Dufterinnerung“ im rechten Kontext gesehen wird.
Düfte haben mich nie interessiert. Zumindest nicht bis vor einigen Jahren. Es war um diese Jahreszeit, als mein Riechorgan, krankheitsbedingt, seinen Dienst sukzessive einstellte; nach mehreren Wochen begann auch mein Geschmacksinn zu leiden. Eine OP sollte Abhilfe schaffen. Den Termin dafür wollte ich aber möglichst in weite Ferne (nach den Abiturprüfungen) legen. Für eine Woche Krankenhausaufenthalt schien mir die Zeit zu knapp.
Ostern verbrachte ich dann in der HNO-Abteilung einer Klinik…….und der Operateur ein kleines Wunder. Auch wenn es sich um einen Routineeingriff handelte, war das Ergebnis für mich überaus beglückend. Nach Monaten konnte ich wieder………riechen.

Dufterinnerung lesen...

Jedes mal wenn ich den Duft rieche, dann erinnere ich mich. erinnerungen an den letzten sommer. diese wunderschönen, kühlen sommernächte mit dem klaren himmel. aber vorallem an die menschen mit denen ich diese nächte verbrachte. menschen die ich heute niemals wieder mit einem solch wundervollen, freien, fröhlichen und sorglosen Gefühl verbinden würde, doch dieser Duft ruft genau das immer wieder in mir hervor. All das was ich damals für sie und für mein, durch diese menschen geprägtes, Leben empfand kommt wieder in mir hoch und das gefühlschaos ist perfekt.

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Als ich diesen Duft das erste mal roch, war ich überzeugt. Er war dominant und zugleich sehr einnehmend. Er wirkte selbstsicher, wenn nicht sogar übertrieben. Doch etwas faszinierte mich an ihm.
Man sagt ihm auch vieles negatives nach, doch da er dieses geheimnisvolle an sich hatte, kam ich nicht umher ihn selbst einmal zu testen. Und berücksichtigte dabei nicht die Ratschläge jener, die an ihm bereits verzweifelt waren. Doch ich behielt mir dabei stets vor Augen ihn nur mit Vorsicht zu genießen und nicht wie schon viele vorher seiner beeinflussenden Art zu verfallen.
Zunächst glaubte ich auch meine Vorsätze beizubehalten, doch bald bemerkte ich, dass der Duft mich so ”beherrschte”, dass meine Vorsätze nicht wirklich hielten und ich mich schnell in seinem Spiel des Lebens wieder fand. Dieses Spiel des Lebens, beinhaltete jene ”Spielfiguren”, die nicht bemerkten, wer ihre Wege und Ziele beeinflusste und bestimmte. Wobei sie begannen ihr ganzes Leben von dem Duft leiten zulassen.

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Mit sechs Jahren lernte ich das Skifahren. Meine Eltern hatten über einen Bekannten eine Adresse in Österreich ausgemacht. Eine kleine Pension mitten in den Bergen. Viele schöne Skigebiete gab es in der Nähe. Ich erinnere mich noch genau, wie ich die ersten Tage des Skikurses gehasst habe. Meine Eltern durften in der Erwachsenengruppe schon erste Hänge herunterfahren, doch wir, die ganz Kleinen, mussten zu allererst mit unseren kurzen Skiern an den Beinen immer wieder einen kleinen Buckel hochlaufen. Mann, war das anstrengend und Spaß machte es absolut keinen. Erst nach etwa vier Tagen machte ich meine erste Abfahrt am Babylift – ein Highlight für mich als Sechsjährige.

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Meine duftende Erinnerung zeigt wieder einmal, dass Düfte Gefühle hervorrufen und in meinem Fall ein sehr zwiespältiges, nämlich ein schlechtes Gewissen:

In meiner Jugend war es selbstverständlich, für die Eltern selbst Gebasteltes, Geschriebenes, Gemaltes zu Festtagen zu Verschenken. Irgendwann so um die Pubertät herum fand ich das sowas von öde, mir fiel nichts ein, meine Kreativität war mit anderem beschäftigt und Weihnachten rückte immer näher, ohne dass ich ein Geschenk für meine Mutter auch nur angedacht, geschweige denn in Angriff genommen hätte.

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Durch die Etagen des Kaufhauses zog mich ein Duft wie in tausend und einer Nacht , ich wusste gleich , es ist dieser Eine , der mich bei den Damen unwiederstehlich macht . Der Zeitlose Geruch von Zimt und Walnuss machte mir bewusst , der Kauf ist Muss . Leider ist mir nicht bekannt , wem ich diesen wundervollen Duft verdank . Nur eins , dass ist gewiss der Duft hat Esprit & Biss.

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Wenn man doch nur Düfte aus der Erinnerung in irgendeiner Form aufzeichnen und wieder aufleben lassen könnte, wann immer einem danach ist!
Ähnlich wie beim Blättern in Fotoalben aus der Vergangenheit könnte man sich liebgewonnene Düfte, die es längst nicht mehr gibt, hervorholen und den ganzen Tag verträumen… die Erinnerung an einen Garten voller Blumen in der Kindheit, eine lange Sommernacht, flirrende Hitze in einem fremden Land, ein warmer Regen im Frühling, ein schneller Kuss zum Abschied.

Düfte rufen Erinnerungen wach, die ohne sie wohl für immer verloren gewesen wären. Sie können von dem Moment, in dem man sie wahrnimmt, die Fantasie zum Träumen anregen, wie es kein Geschmack und kein Anblick eines Bildes oder das Hören eines Liedes vermag.

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In erster Linie muß mich bei einem Parfum der Flakon überzeugen, denn ich will nicht nur Sinnesfreuden für meine Nase!
Dann erst entscheide ich mich dafür, ob ich diesen Duft, den er enthält auch gut riechen kann.
Und so kam es, dass ich beschloss ein weiteres Düftchen meiner Sammlung hinzuzufügen…. Und weil ich Blumen über alles liebe zog mich ”Daisy” an.
Auch der Duft war perfekt, diese zarte Leichtigkeit – ich mußte nicht lange überlegen und kaufte ihn mir.
Auf dem Weg nach Hause stiegen
längst vergessene Bilder in mir auf. Damals war ich gerade von zu Hause ausgezogen um zu studieren. Um meine Kasse aufzubessern arbeitete ich früh morgens in den Großmarkthallen als Blumenverkäuferin. Mein Chef war schon sehr alt, aber nett, nur da er mir nicht sehr viel zahlen konnte und ich ständig übermüdet war, kündigte ich bald wieder.

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Gutes Essen, meine Freunde, Musik, interessante Bücher, die Liebe und noch so vieles mehr, bereichern mein Leben. Ein Geruch hat mich noch nie wirklich in seinen Bann gezogen.
Ich roch – es war gut – besser – weniger toll – und das war´s dann auch schon.
Jener Nachmittag, in einem Geschäft unserer Stadt, sollte alles bisher Gerochene übertreffen. In diesem Augenblick meines Seins verblasste alles um mich herum. Ich hörte nichts, starrte ins Leere, stand verwurzelt – mit weit geöffneter Nase – um ja jeden Hauch dieser Dimension einziehen zu können. Mein Riechorgan war überwältigt – es war so neu, so unbeschreiblich schön und intensiv – wie aus einer anderen Welt. Für mich war es wichtig geworden, der Quelle dieser erlebten Sinneswahrnehmung auf den Grund zu gehen, und ich durchforstete mein Umfeld. Es sollten die Moleküle sein und eine Suche im „Netz der Allwissenheit“ zeigte mir, dass es vier Düfte von Escentric Molecules gab. Tschaka, was nun! Das Riechabenteuer hatte seinen Anfang genommen und baute sich zu einer kleinen Reise aus. Ich befand mich öfters zwischen Himmel und Erde der verschiedenen Einzigartigkeiten und darüber hinaus schwebend in einem Nichts.
„Du sprühst du in dir auf, hast einen Hauch erhascht, möchtest mehr, doch da ist nichts und dennoch ist die Leere erfüllt. Die Moleküle umgeben einen, das Wesentliche ist nicht sichtbar – du spürst es, fühlst es, lebst es“.
Die Aktion – suche und finde – war eine geniale Bereicherung meiner Sinne und der Weg führte ans Ziel – Escentric 01. Ein Name, welcher für etwas Ungeahntes steht, was in Worten nur schwer auszudrücken ist.
Ich bin sehr dankbar für dieses Erlebnis, da der Alltag oft eine gewisse Schnelligkeit bietet, die Zeit ist gehetzt, die Arbeit überrollt einen und Augenblicke des Innehaltens für mich einen wahren Schatz darstellen. Lebe mit allen Sinnen – denn das Leben ist schön! Danke

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Es war diesen Sommer, ich war mit meiner Familie nach Frankreich gefahren um dort Urlaub zu machen. Dort, im Supermarkt, kaufte ich ziemlich wahllos eine große Flasche Eau de Cologne Ambrée, einfach so, kostete ja auch fast nichts… . Am späten Nachmittag, bat ich meinen Mann mir damit die Füße zu masieren, auf das sie (bedingt durch die schwüle Luft) abschwellen mochten. Bald darauf schlief ich ein. Das Schlafzimmer war erfüllt mit einem herben, doch leicht süßlichen Duft….und im Traum:
….ich betrete den bunt tapezierten Korridor in der Wohnung meiner Großeltern. Es riecht nach Sonntagsbraten, Kartoffeln und grünen Bohnen gepaart mit dem feinen subtilen Duft von Badewasser. Leichtfüßig hüpfe ich, ein gerade achtjähriges Mädchen, durch alle Zimmer um meine Verwandten zu begrüßen, dann stibitze ich mir einen Platz in Opas gemütlichen Ohrensessel, ich schließe die Augen und rieche Opa, sein Haarwasser oder war es Rasierwasser?…
Ich wußte es nicht, ein Duft, der wenige Jahre später für immer verschwand, aber den ich diesen Sommer wieder gefunden hatte.
”Oh, Mama mach die Fenster auf, wie das stinkt!”- das war dann prompt die Reaktion meiner Tochter auf den Duft von ”Opas Ohrensessel” oder Eau de Cologne Ambrée.

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